Mit den „Flex-Tagen“ setzt unsere Schule einen wichtigen Baustein des Marchtaler Plans in der Oberstufe um. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler stärker für ihren eigenen Lernprozess zu sensibilisieren und Kompetenzen zu fördern, die im regulären Unterricht oft zu kurz kommen.

An diesen Tagen bearbeiten die Jugendlichen Aufgaben aus den Fächern, die sie regulär an einem bestimmten Wochentag haben. So werden beispielsweise alle Montag-Fächer an einem Montag im Monat gebündelt bearbeitet. Die Lernenden organisieren ihre Zeit eigenständig, wählen passende Vorgehensweisen und setzen individuelle Schwerpunkte. Lehrkräfte begleiten sie dabei vor allem beratend. Im Mittelpunkt stehen projekt- und produktorientierte Aufgaben.

Die Flex-Tage fördern eigenverantwortliches Arbeiten, Individualisierung sowie fächerübergreifendes Lernen. Gleichzeitig stärken sie Sozial-, Methoden-, Medien- und Kommunikationskompetenzen.

Die Aufgabenformate sind vielfältig: von Präsentationen, Podcasts und Videos bis hin zu Nachhaltigkeitsprojekten, kreativen Arbeiten oder Science-Fair-Ideen. Auch Berufsorientierung, Gesundheitsprojekte und klassenübergreifende Kooperationen finden ihren Platz.

Viele Schülerinnen und Schüler erleben die größere Freiheit positiv. Besonders geschätzt werden die selbstständige Arbeitsorganisation, die ruhige Atmosphäre und die Möglichkeit zur Zusammenarbeit. Rückmeldungen zeigen zudem, dass Zeitmanagement, Kreativität und eigenverantwortliches Lernen gestärkt werden.

Auch Verbesserungsvorschläge wurden geäußert, etwa mehr Wahlmöglichkeiten zwischen Einzel- und Gruppenarbeit.

Die Erfahrungen der 6. Klassen zeigen insgesamt, dass die Flex-Tage eine abwechslungsreiche Ergänzung zum Unterricht darstellen und wichtige Zukunftskompetenzen fördern – ganz im Sinne eines modernen, kompetenzorientierten Lernens.