Erzbischöfliches Gymnasium Privatschulen EbGym Hollabrunn

Die BETT (British Educational Training and Technology Show)

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Es ist Mittwoch, der 24. Jänner 2018, und ich sitze im Flieger auf dem Weg nach London zur BETT. Die BETT (British Educational Training and Technology Show) ist eine jährlich stattfindende, viertägige Messe in Großbritannien für Informationstechnologie in der Bildung.

Die erste Veranstaltung hat 1985 statt gefunden. Auf der heurigen BETT konnten über 34 700 Teilnehmer und Teilnehmerinnen in der ExCel (Exhibition Center) London begrüßt werden.

Ich bin seit zwei Jahren MIEE (Microsoft Innovativ Educator Expert) und immer auf der Suche nach neuen, der heutigen Zeit entsprechenden Unterrichtsmethoden. Der Begriff „Digitale Bildung“ darf meines Erachtens nach im Wortschatz eines Pädagogen des 21. Jahrhunderts nicht fehlen. Wobei es dabei nicht nur darum geht, digitale (Grund-)Bildung zu vermitteln, sondern auch sich selber digital (fort-)bilden zu wollen. Ich zitiere in diesem Zusammenhang gerne Ferdinand Stipberger, einen Kollegen und Berater im Projekt Digitale Schule 2020 der Stiftung Bildungspakt Bayern:

„Digitalisierung ist keine Krankheit, die man behandeln kann. Sie geht nicht mehr weg.“

Die BETT hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen, Ideen, Anwendungen und Technologien aus dem Bildungsbereich an einem Ort zu vereinen. Lehrende und Lernende sollen mit den angebotenen Lösungsstrategien die Möglichkeiten bekommen, ihre eigenen Potentiale zu erkennen und neue, innovative Unterrichtswege einzuschlagen.

Neben über 800 (!) Aussteller hat es auf der BETT einige wichtige Hotspots gegeben. Das Herz der Messe ist die „BETT Arena“. Hier finden die offizielle Eröffnung und zahlreiche interessante Keynotes statt. Niemand Geringerer als Sir Bob Geldof moderierte eine Podiumsdiskussion zum Thema Datenschutz. Er ist nicht nur ein begnadeter Musiker und Künstler, sondern auch erfolgreicher Geschäftsmann. So ist er ein Gründungsmitglied der Firma Groupcall (gegr. 2002), die sich auf Datenschutz spezialisiert hat.

Ein weiteres Highlight für mich ist sicherlich die Keynote von Anthony Salcito gewesen, seines Zeichens Vizepräsident von Microsoft Education Worldwide. Er hat darüber gesprochen, wie sich die Art zu und des Lernen(s) im Lauf der Zeit gewandelt hat und unterstrich einmal mehr die Wichtigkeit, Lehrmethoden der heutigen Zeit anzupassen, um Schüler bestmöglich auf ihre zukünftigen Berufe vorzubereiten.

Zwei kleinere Bereiche sind das „Schools Theatre“ und das „Post 16 Theater“. In beiden haben täglich, halbstündliche Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen stattgefunden (Connecting 1000s of classrooms globally across language & cultures; Inclusive classrooms: tackling dyslexia &improving learning; Hack the classroom – supporting making & digital creativity in every school; Digital Universities – lessons and learning from higher education; Women in tech – encouraging women to become ICT leaders; Using Mixed Reality to support students with additional learning needs, …. )

Da in Österreich mehrheitlich mit Produkten von Microsoft gearbeitet wird, habe ich mich hauptsächlich bei deren Stand aufgehalten, wobei „Stand“ die Untertreibung des Jahres ist. Der Microsoft Campus war u.a. unterteilt in das „Learn Live Theatre“ (tägliche kurze Vorträge über Office 365, Onenote, Teams, Skype, collaboration, ...), „Microsoft Training Academy“ (gemeinsam mit einem Tutor konnte man unterschiedliche Programme auf zur Verfügung gestellten Geräten ausprobieren), „Activate Learning“ (Einsatzmöglichkeiten von VR (Virtual Reality) oder AR (Augmented Reality) wie z. B. lifeliqe; siehe Foto: Ich sehe mir einen Hai an. Mit den Fingern kann ich das 3D Bild in alle möglichen Richtungen drehen und wenden und vergrößern und verkleinern - sehr eindrucksvoll.), „Game-Based Learning“ (Umsetzung von Schulstoff mit Hilfe von minecraft) und natürlich die „Community Lounge“ wo Ideen ausgetauscht, gefachsimpelt, neue Ideen geboren, länderübergreifende Projekte gestartet und ganz besonders neue Freundschaften geschlossen wurden.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich ganz herzlich bei Yuri Goldfuß (ehemaliger TEM2 bei Microsoft Österreich), Kurt Söser (Kollege von der HAK Steyr) und Susanna Jilka (Kollegin von der PMS der PH Wien) bedanken, dich mich so herzlich in die Microsoft Educator Family aufgenommen haben, mir immer mit Rat und Tat zur Seite stehen und mich bei so manchen Rückschlägen immer wieder aufbauen.

Ich hoffe sehr, 2019 noch einmal auf die BETT fahren zu dürfen und schließe mit den Worten von Karl Farkas: „ Schau’n Sie sich das an!“

Weiterführende Links:

Mag. Gudrun Edhofer

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